Fraktionen der Nein-Sager: Bald kein Schwimmunterricht mehr in Sierksdorf?


Die anderen Fraktionen im Kreistag haben im Fachausschuss den SPD-Antrag abgelehnt, dass der Landrat zusammen mit den Schulen und der Betreibergemeinschaft in Sierksdorf Gespräche führt, um die Schwimmausbildungsstätte für den Kreis und besonders für die Schulen zu erhalten.

Vom Land kein Geld

Das Land hatte sich aus rechtsformalen Gründen geweigert, das Panoramic Schwimmbad in Sierksdorf finanziell zu unterstützen, da das Schwimmbad privat betrieben wird.

Schwimmen als Kernkompetenz

Im Rahmen seiner Ausgleichsfunktion sollte der Landrat aktiv werden, damit im Land zwischen den Meeren und besonders im „Küstenkreis“ Ostholstein mit seinen vielen Seen alle Kinder an den Grundschulen verlässlich schwimmen können. Auch das Schulamt sagt, dass der Schwimmunterricht grundsätzlich Pflicht für die Schüler sei und aus dem Ministerium kommt:“Es geht nicht nur um Sport, sondern um Sicherheit und das Schwimmen als Kernkompetenz im „Land zwischen den Meeren.“

Bäder statt Spaßbäder

Viele Bäder schließen, die Spaßbäder sprießen und dieses zu Lasten der Wassersicherheit. Immer mehr Kinder zwischen 5 und 14 Jahren ertrinken, so dass dieses damit die zweithäufigste Todesursache ist.

Zum schulischen Schwimmunterricht müssen immer längere Entfernungen zurückgelegt werden, was viel Zeit kostet und zu hohen Transportkosten führt. So führte z.B die Schließung der Schwimmhalle in Oldenburg dazu, dass die Schulen jetzt nach Scharbeutz fahren müssen.

Schwarz-Grün gegen Gespräche

“Die Ablehnung des Antrages erzeugte bei der SPD nur Unverständnis und Kopfschütteln. Die Argumente der anderen Fraktionen waren nicht nachvollziehbar, wie z. B. das Schwimmbad ist in privater Hand, obwohl es schwarz auf weiß in der Vereinbarung steht, dass die Einrichtung auch für die Öffentlichkeit vorzuhalten ist.

Wir fordern die Fraktionen nochmals auf, sich von ihrer ablehnenden Haltung zu verabschieden und den Weg zu öffnen, dass zunächst einmal nur Gespräche bzw. Verhandlungen über die Fortsetzung des Schwimmunterrichts geführt werden“, Klinke abschließend.

Burkhard Klinke